Sonntag, 24. Juni 2007

Das Ego und die Gewalt

Vor kurzem habe ich darüber gelesen, daß Gewalt egobasiert sei. Wenn ich also merke, daß jemand so stark in seinem Ich gefangen ist, daß er nicht mehr wahrnimmt, wie er mich verletzt und kontinuierlich auf mich einschlägt, dann darf ich meinen sicheren Tod nicht verhindern, weil es ja egobasiert wäre, Gewalt anzuwenden.

Und ich, als jemand der 'erleuchtet' sein wolle, einem Text des Dalai Lamas nach, müsse das Ego "gehen lassen", "auslöschen" etc.

Während das Ego lediglich ein Teil des Gehirns ist, den man nicht auslöschen kann. Damit ist der Konflikt vorprogrammiert.

Was ich 'darf' ist "Hör damit auf" zu sagen. Jemand, der so 'egogefangen' ist, wird aber durch solche Sätze mit nichts aufhören.

Es ist wie bei den toten Hosen bezogen auf den Abschnitt "Ich will nicht ins Paradies, wenn der Weg dorthin so schwierig ist, ich stelle keinen Antrag auf Asyl, meinetwegen bleib ich hier."

Auch wenn sich das auf die Kirche bezieht, so ist das Prinzip das Gleiche: "Das Ego soll vermieden werden, dann ist alles gut" versus "Das Paradies soll erreicht werden, dann ist alles gut".

Wie wird es begründet, daß Gewalt egobasiert sei ? Nicht. Es gibt keine Erklärung, keine Begründung.

Ich denke, es liegt daran, daß die Gewaltlosigkeit das Einzige ist, was der Staat zu Drucken erlaubt. Gibt es mehr Menschen, die in Büchern für Gewalt plädieren, und Anleitungen zur Durchführung geben, wird das Gewaltmonopol des Staates untergraben werden.

Ich möchte, daß dies nicht passiert. Denn die Ordnung der Welt durch BWLler in der Führung ist mir x-mal lieber als die Führung durch ein paar G8-Gegner-Spastis.

Ich stelle mir vor, hier würde das Faustrecht nicht inoffiziell gelten....

Dienstag, 22. Mai 2007

Warum ich diese Seite beschreibe

Aus einem einfachen Grund. Ich lese oft in Esoterikbüchern, weil ich diese Art Literatur gerne mag. Allerdings wird darin immer das Ego als etwas verachtenswertes dargestellt, ein Teil, den man loslassen müsse.

Ich habe mir einige der Menschen angeschaut, die diesen Zustand erreicht haben sollen. Darunter Eckhart Tolle. Diesen Mensch nehme ich als Exempel für Ausdrucksstärke und Selbstsicherheit. Er ist einer derjenigen, die dort angekommen sind, wo niemand mit Charisma hinmöchte: Sie sind keine Persönlichkeiten mehr.

Eckhart Tolle hat viel gedacht, aber gerade die Persönlichkeit, die durch die "Fehler durch das Ego" erst existiert, ist bei ihm fast nicht mehr vorhanden. Er macht sich freiwillig von der Persönlichkeit los und existiert nur noch als leidender Mensch, der Gefühle erträgt statt sie zu bekämpfen.

Demnächst werde ich Texte um mein Ego schreiben, eine Hommage an mein und das Ego.